Das Passiv im Deutschen

Das Passiv im Deutschen auf einen Blick

Menschen können sich aktiv oder passiv verhalten. Um den passiven Zustand besser zu beschreiben, gibt es in einer Sprache für viele Verben neben der aktiven auch eine passive Zustandsform.

  • Aktiv: „Philip sieht den Hund.“
  • Passiv: „Der Hund wird von Philip gesehen.“

Diese passive Zustandsform gibt es aber nicht für alle Verben. Verben, denen kein Akkusativ-Objekt zugewiesen werden kann, nennt man intransitiv. Für sie gibt es keine passive Zustandsform. Verben, denen ein Akkusativ-Objekt zugewiesen werden kann, nennt man transitiv. Für sie gibt es eine passive Zustandsform.

Bildung des Passivs

Gegeben ist zuerst ein einfacher aktiver Satz mit einem Subjekt (S), einem Verb (V) in der Gegenwart und einem Objekt (O) im vierten Fall.

  • Aktiv: „Philip sieht den Hund.“

Subjekt S = „Philip“, Verb V = „sieht“, Objekt O = „den Hund“. Der aktive Satz wird durch drei Veränderungen zum passiven Satz.

  1. Das Objekt (den Hund) wird zum Subjekt.
  2. Das Verb wird ersetzt durch die passende Form des Hilfsverbs werden und durch das Mittelwort der Vergangenheit.
  3. Das Subjekt wird zum Objekt im dritten Fall (von Philip). Diese Transformation kann auch weggelassen werden.
  • Passiv: „Der Hund wird von Philip gesehen.“
German Passive Voice

Willkommen bei language-easy.org! Nun, da ihr diesen angeklickt habt, glaube ich, dass ihr tief in die Welt der deutschen Grammatik eintauchen wollt, um mehr über einen wichtigen Teil zu lernen, dem Passiv im Deutschen. Und auch wenn dieser Teil der deutschen Grammatik, wie bereits erwähnt, sehr wichtig ist, wird das Passiv nicht so häufig im Deutschen verwendet wie das Passiv im Englischen, zum Beispiel.

Nichtsdestotrotz solltet ihr dieses Thema sehr ernst nehmen – Das Passiv ist essentiell um beispielsweise Zeitungsbericht oder Nachrichten im Fernsehen verstehen zu können. Vor allem in geschriebenen Texten, also gerade in einem Arbeitsumfeld wird euch das Passiv begegnen – deswegen widmet diesem Thema viel Zeit und Arbeit. Es wird sich lohnen!

Leider, und das habt ihr bestimmt schon selbst bemerkt, ist die deutsche Sprache recht kompliziert. Es gibt viele Ausnahmen – auch beim Formen des Passivs. Aber denkt einfach an die Kultur, an die Menschen und die vielen Möglichkeiten die sich euch eröffnen, wenn ihr Deutsch beherrscht. Das sollte eure Motivation sein.

Und nun – lasst uns nicht zu viel Zeit verlieren und direkt zum ersten Teil dieses Artikel kommen, eine kleine Beschreibung des Passivs im Deutschen. Im übrigen gibt es noch einen guten Artikel zum Passiv im Deutschen auf Wikipedia. Bestimmt kann er euch noch viele zusätzliche Informationen zu diesem Thema liefern. Und jetzt – los geht’s!

Die Definition und Anwendung des Passivs im Deutschen

Zuerst sollten wir klären, um was es sich bei Passiv im Deutschen eigentlich handelt. Im Folgenden werfen wir also einen Blick auf die zwei Arten des Passivs.

1. Das Vorgangspassiv

Zuerst beschäftigen wir uns mit dem Vorgangspassiv. Verben in dieser Art des Passivs werden mit dem Hilfsverb „werden“ konjugiert. Es wird vor allem verwendet, um Handlungen zu betonen. Nun, betrachten wir einige Beispiele.

  • „Der Hund wurde angefahren

Hier könnt ihr klar erkennen, dass die Aktion betont wird.

2. Das Zustandspassiv

Als zweiten Punkt wollen wir das Zustandspassiv betrachten. Bei diesem Passiv wird das Hilfsverb „sein“ verwendet. Auch wird es verwendet um einen Zustand zu betonen.

  • „Der Hund ist verletzt

Wie ihr seht, wird der Zustand des Hundes beschrieben, und nicht die Handlung des Verletzens.

Wie bereits erwähnt, spielt es keinerlei Rolle wer oder was die Handlung oder den Zustand verursacht. Oft ist es auch nicht bekannt oder einfach allgemein bekannt und muss deswegen nicht erwähnt werden. Jetzt haben wir die Grundlagen der zwei Arten des Passivs im Deutschen beschrieben. Im Folgenden wollen wir die Konjugation von Verben im Passiv betrachten.

Die Konjugation des Passivs im Deutschen

Jetzt kommen wir zum zentralen Punkt dieses Artikels. Hier sehen wir uns die Konjugation von Verben in den beiden Arten des Passivs im Deutschen an.

1. Das Vorgangspassiv

Zuerst betrachten wir die Konjugation von Verben im Vorgangspassiv. Nun, wie bereits erwähnt, brauchen wir eine Form des Hilfsverb „werden“ und das Partizip 2 des Verbs. Zum Glück folgt die Konjugation einer klaren Regel:

Subjekt + eine Form von „werden“ (+ Object) + Partizip 2

Und um die Anwendung dieser Regel zu veranschaulichen, schauen wir uns die folgende Tabelle an, in der Verben in dieser Art von Art in allen Zeiten im Deutschen konjugiert sind.

ZeitBeispielsatz in Vorgangspassiv
PräsensDer Hund wird verletzt.
PerfektDer Hund ist verletzt worden.
PräteritumDer Hund wurde verletzt.
PlusquamperfektDer Hund war verletzt worden.
Futur 1Der Hund wird verletzt verletzt werden.
Futur 2Der Hund wird verletzt worden sein.

Da wir nun die Konjugation von Verben im Vorgangspassiv geklärt haben, betrachten wir nun das Zustandspassiv.

2. Das Zustandspassiv

Wie auch beim Vorgangspassiv, gibt es eine klare Regel zur Konjugation von Verben im Zustandspassiv. Der Unterscheid besteht lediglich darin, dass hier das Hilfsverb „sein“ statt „werden“ verwendet wird. Nun, hier könnt ihr die Regel sehen:

Subjekt + eine Form von „sein“ + Partizip 2

Auch diese Regel wollen wir mit einigen Beispielen erklären. Wie auch in der oberen Tabelle verwenden wir ein Verb in der 3. Person Singular.

ZeitBeispielsätze im Zustandspassiv
PräsensDer Hund ist verletzt.
PerfektDer Hund ist verletzt gewesen.
PräteritumDer Hund war verletzt.
PlusquamperfektDer Hund war verletzt gewesen.
Futur 1Der Hund wird verletzt sein.
Futur 2Der Hund wird verletzt gewesen sein.

Aktiv oder Passiv?

Nun kommen wir letzten Punkt dieses Artikels. Wir wollen klären, in welchen Fällen man das Passiv, und in welchen Fällen man das Aktiv benutzt. Und bestimmt wissen viele von euch, dass die Aktivform verwendet wird, um zu betonen, wer oder was eine Handlung vollzieht.

Und sicherlich ist auch bekannt, dass die Passivform eines Verbs dazu benutzt wird, um die Handlung selbst zu betonen. In diesem Fall spielt es keine Rolle, wer oder was diese Handlung vollzieht.

Und abschließend muss noch erwähnt werden, dass es Verben im Deutschen gibt, die nicht in die der Passivform stehen können. Im folgenden wollen wir auch diese Verben betrachten.

1. Verben, deren Perfektform mit „sein“ gebildet wird

Hierbei handelt es sich um die erste Gruppe von Verben, die nicht im Passiv stehen können. Ein Beispiel für diese Gruppe ist das Verb „fahren“.

2. Reflexive Verben

Als zweite Gruppe von Verben, die nicht ins Passiv gestellt werden können, sind die reflexive Verben. Diese Verben charakterisieren sich durch ihr reflexives Pronomen. Nun, ein Beispiel für diese Verben ist „sich beschweren“.

3.Andere Verben ohne Akkusativ Objekt

Letztlich gibt es noch diese Gruppe von Verben, die nicht im Passiv stehen können. Beispiele hierfür sind „schlafen“, „haben“, „kennen“ und „es gibt“.

4. Beispiele zum Unterscheid zwischen Aktiv und Passiv

PassivAktiv
Das Haus wird von der Frau durchsucht.Die Frau durchsucht das Haus.
Die Kinder wurden vom Mann geküsst. Der Mann küsste die Kinder.
Der Ball ist von dem Elefanten gefangen worden.Der Elefant hat den Ball gefangen.
Der Kuchen wird von der Mutter in den Ofen geschoben.Die Mutter schiebt den Kuchen in den Ofen.

Übungen

Letztendlich haben wir das Ende dieses Artikels über das Passiv im Deutschen erreicht. Hier könnt ihr noch einmal das erlernte anwenden: Füllt einfach den folgenden Lückentext aus. Danach klickt ihr einfach auf den Button „Correct“ und sofort werden euch die richtigen Ergebnisse angezeigt. Und nun – viel Glück und auf Wiedersehen!

Werbung German Language-online

Click here to add your own text